Zielgruppe


Sie können zu uns kommen, wenn Sie

  • in einer Trennungs- oder Scheidungssituation leben [mehr...],
  • physische und/ oder psychische Gewalt erleben oder erlebt haben [mehr...],
  • von Gewalt bedroht sind [mehr...],
  • Opfer von Stalking sind [mehr...],
  • Lösungen suchen für schwierige Beziehungssituationen in Ehe, Partnerschaft und Familie,
  • Fragen zur sozialen Sicherung haben,
  • sich nach der Familienphase neu orientieren möchten,
  • den Wunsch nach Veränderung spüren, Ihre Lebenssituation als belastend empfinden oder sich in einer sonstigen Lebenskrise befinden oder
  • als Angehörige/Bekannte Rat und Unterstützung suchen

und vieles mehr!

Wir beraten Sie:

  • unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit
  • kostenlos und unverbindlich
  • auf Wunsch anonym
  • vertraulich unter Berücksichtigung der Schweigepflicht
  • unbürokratisch und kurzfristig
  • fachlich

Wir bieten zudem (mehrsprachige) Beratung für Migrantinnen und Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund an. Weitere Informationen finden Sie hier.

Themenschwerpunkte unserer Beratungsarbeit:

Trennung/Scheidung

Trennung und Scheidung sind für Betroffene häufig mit hohen psychischen und emotionalen Belastungen verbunden, dazu kommen meist finanzielle und rechtliche Probleme und Unklarheiten.
Eine Trennung bedeutet oftmals sowohl für den Verlassenen als auch für den Verlassenden einen tiefgreifenden Einschnitt, dessen Bewältigung häufig ein schwieriger Schritt ist.
Entscheidungen zu treffen oder Antworten auf Fragen zu finden, ist unter Umständen noch problematischer, wenn Sie sich aus einer Gewaltbeziehung lösen wollen oder Kinder betroffen sind.

Dann ist es wichtig zu wissen:

  • Wer hilft mir bei meinen Problemen?
  • Wie schaffe ich es, mit der Trennung klar zu kommen? Wie kann ich mir selber helfen?
  • Welche Rechte habe ich?
  • Welche Schritte muss ich gehen?
  • Was wird mit den Kindern? Wovon leben die Kinder und ich?

In der Beratungsstelle können Sie sich entsprechend Ihrer Bedürfnisse fachliche Hilfe und Unterstützung holen.
Wir beantworten gerne Ihre allgemeinen Fragen zu Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten, Prozess- und Beratungskostenhilfe. Bei Bedarf helfen wir Ihnen auch bei der Suche nach entsprechenden juristischen Fachstellen und/ oder Rechtsanwälten weiter. Frauen, die mit dem Gedanken spielen, eine Trennung zu vollziehen oder „ein offenes Ohr“ suchen, um sich z.B. „klar-zu-werden“, sind uns ebenfalls willkommen.

Im Downloadbereich finden Sie unsere vier Flyer zum Thema „Trennung/ Scheidung“ für die Bezirke Stadt Aachen, Eschweiler, Herzogenrath und Monschau.
Falls Sie nicht die Möglichkeit haben, das Dokument herunterzuladen, können Sie dieses auch bei uns in der Beratungsstelle kostenlos erhalten.
Wissenswertes über Internetportale und Anlaufstellen zu Trennung und Scheidung finden Sie unter Links.

Stalking


Was ist Stalking?

Wörtlich übersetzt bedeutet Stalking „auf die Pirsch gehen“. Damit sind immer wiederkehrende maßlose Belästigungen und Bedrohungen gemeint, die das Leben der Betroffenen stark belasten und beeinflussen und von diesen weder gewünscht noch kurzfristig zu stoppen sind. Die Tatbestände reichen von Psychoterror, Verfolgung und Auflauern über Sachbeschädigung bis hin zu Körperverletzung – im Extremfall sogar zu Mord.

Stalking ist keine seltene Ausnahme. Laut Ergebnissen verschiedener Studien sind ca. 12% der Bevölkerung einmal in ihrem Leben von Stalking betroffen. Die Mehrzahl der Opfer ist weiblich, die Täter zu ca. 85% männlich. Die Handlungen können über Monate und sogar Jahre hinweg andauern, so dass der Alltag der Betroffenen massiven Veränderungen unterliegt. Ca. 18% der Betroffenen wechseln sogar ihren Wohnort und 5% den Arbeitsplatz. Die Opfer leiden häufig unter Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen und Stress.

Wer stalkt?

Stalker sind nicht zu verwechseln mit Menschen, die unter vorübergehendem Liebeskummer oder Zorn nach einer Trennung leiden. Vielmehr bezeichnet "Stalker" eine Person, deren Verfolgung und Belästigung stetig zunimmt und deren Kontaktstreben in den meisten Fällen dem Ziel dient, zum Opfer (wieder) eine Beziehung herzustellen. Meist handelt es sich bei dem Täter um den Ex-Partner. Aber auch das Verlangen, einen anderen Menschen psychisch zu terrorisieren und zu schikanieren, weil sich das Opfer z.B. weigert, den Wünschen des Täters Folge zu leisten, ist ein Motiv für Stalking.

Wie kann ich mich wehren?

Grundsätzlich haben Betroffene zwei Möglichkeiten, rechtlich gegen Stalker vorzugehen:

1. Zivilrechtlicher Schutz:
Nach §1 des Gewaltschutzgesetzes kann durch eine einstweilige Verfügung oder eine Unterlassungsklage eine Schutzanordnung erwirkt werden (ein sog. Annäherungsverbot).

2.  Strafrechtlicher Schutz:
Seit dem 01.04.2007 gibt es nach §238 StGB ein eigenes Stalkinggesetz, in Deutschland Nachstellen genannt. Einige Handlungen des Stalkers, wie z.B. Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung, Bedrohung oder Hausfriedensbruch erfüllen Straftatbestände, welche bei der Polizei angezeigt werden können. Die Polizei ist verpflichtet, jede Strafanzeige aufzunehmen und ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Ob sich der Täter strafbar gemacht hat oder nicht, unterliegt letztlich der Entscheidung der Staatsanwaltschaft.

Was kann ich tun?

Folgende Verhaltensweisen können Ihnen helfen, Täter in ihre Schranken zu weisen:

  • Sagen Sie dem Stalker nur einmal und unmissverständlich, dass Sie keinerlei Kontakt zu ihm wollen und ignorieren Sie ihn dann völlig! Jede nachträgliche Reaktion von Ihnen lässt ihn nur weiter hoffen und er bemüht sich noch stärker.
  • Reden Sie mit ihren Nachbarn, Freunden und Kollegen über Ihr Problem - Öffentlichkeit schützt Sie.
  • Dokumentieren Sie in einem Stalking-Tagebuch, wie Ihr Verfolger Ihnen nachstellt: Ort der Nachstellung, Datum, Uhrzeit, Stichworte zum Vorfall. Dieses Tagebuch kann bei Strafantragsstellung der Polizei und Staatsanwaltschaft später als Beweismittel dienen!
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!
  • Kontaktieren Sie eine kompetente Rechtsanwältin und seien Sie auf dem Rechtsweg konsequent. Gerne helfen wir Ihnen auch auf der Suche nach einer Anwältin weiter.
  • Wenn der Stalker Sie verfolgt und/ oder in Ihre Wohnung eindringt, benachrichtigen Sie die Polizei über den Notruf 110. Alarmieren Sie, wenn möglich, auch Ihre Nachbarn, damit Sie Zeugen haben!
  • Richten Sie sich bei Ihrem Telefon eine zweite Geheim-Nummer ein!
  • Verfolgt Sie der Stalker im Auto, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeidienststelle!

Bei Fragen und Beratungswünschen können Sie sich gerne und jederzeit an uns wenden [Kontakt]. Wir helfen Ihnen!
Weitere Informationen und Anlaufstellen finden Sie in unserem Flyer oder unter Links.

Häusliche Gewalt

Unter häuslicher Gewalt sind psychische oder physische Gewalttaten zu verstehen, die sich zwischen Menschen ereignen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Ob es sich bei dem Täter um den Lebens- oder Ehepartner, Verwandte oder Bekannte handelt, spielt dabei keine Rolle.
Häusliche Gewalt wird überwiegend von Männern ausgeübt und reicht von Bedrohung, Misshandlung, Isolation und Nötigung über Einschüchterung, Stalking, sexuelle Gewalt oder Erniedrigung. Wenn Sie oder Ihre Kinder von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind, haben Sie das Recht, sich dagegen zu wehren!

Rufen Sie uns an oder kommen Sie vorbei. Wir unterstützen und beraten Sie kostenlos und unverbindlich unter Einhaltung der Schweigepflicht [Kontakt]!
Weitere Informationen finden Sie unter Interventionsstelle.

Migrantinnen/Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund

Wir möchten Migrantinnen/ Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund in ihrem Integrationsprozess unterstützen, indem wir ihnen Möglichkeiten, Pflichten und Rechte in der hiesigen Gesellschaft aufzeigen.
Es ist uns sehr wichtig, die Frauen und Mädchen zu informieren und zu ermutigen, Integrations- und Sprachkurse zu besuchen.

Neben der Begleitung und Unterstützung von Migrantinnen in fast allen Lebenslagen sind auch besondere Probleme, wie z.B. Zwangsheirat, Ehrenmord und Diskriminierung Themen unserer Beratung.

Aufgrund der interkulturellen Besetzung des Teams können wir Beratungen in türkischer, persischer, serbokroatischer, bosnischer, englischer und französischer Sprache anbieten.

Im Downloadbereich können mehrsprachige Flyer zu verschiedenen Themen heruntergeladen werden. Diese können Sie auch kostenlos in unserer Beratungsstelle erhalten.

 

Sprechzeiten
In Aachen, Eschweiler und Herzogenrath

Die Beratungstelle berät Frauen und Mädchen aus Stadt und StädteRegion Aachen (Kreis) kostenlos und unter Schweigepflicht.
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Termine/Veranstaltungen

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